„Der Umgang von Kindern und Jugendlichen mit den neuen Medien und den damit verbundenen Risiken“
Informationsabend in der Grundschule und Mittelschule Chieming
Gut besucht wurde am 14.11.11 der abendliche Vortrag von Markus Tettenhammer, Polizeihauptkommissar und Jugend-und Präventionsbeamter des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd.
Auf interessante Art informierte er zahlreiche Eltern und Schüler über die Chancen, aber auch Gefahren des Internets und beantwortete anstehende Fragen. Wie wichtig das genaue Hinschauen der Eltern ist, sieht man an den statistischen Erhebungen zum Internetkonsum der Kinder: 99% der Jugendlichen benutzen regelmäßig den PC, 78 % der 12-13-jährigen surfen fast täglich im Internet und schon 57% der 6-7-jährigen Kindern haben Erfahrungen beim „Computern“.
Der Computer ist zum Alltagsmedium geworden und bedeutet für viele Jugendliche den Zugang zu diversen Peergroups wie Facebook und anderen Sozialgruppen des Nets. Die damit verbundenen Risiken, die zum Teil unüberlegte und hemmungslose Verbreitung von höchst sensiblen Daten, Bildern und Statements wurden kritisch betrachtet. „Das Internet vergisst nie! Einmal eingestellte Daten können nie mehr gelöscht werden!“
Gewaltverherrlichende Spiele, die trotz Warnung immer noch aus dem Internet herunter zu laden sind, menschenverachtende „Snuff“- Videos, brutale „Happy Slapping“- Filme werden von Medium zu Medium verbreitet. Die Frage „Was tut mein Kind eigentlich?“ sollten sich die Eltern stellen und den verantwortungsvollen Gebrauch der „neuen Medien“ zusammen mit ihren Kindern anregen.
Vorsicht geboten ist auch bei dem Downloaden von Musikstücken. Urheberrechtlich geschützte Werke herunterzuladen ist strafbar! Auch das Downloaden bei sogenannten Tauschbörsen (z. B. Kazaa) ist eine Straftat. Abmahngebühren von mehreren 1000 € können die Folge sein. Das Kopieren von CDs und DVDs ist nur für den privaten Gebrauch erlaubt.
Herr Tettenhammer wies in seinem Vortrag ebenfalls auf die Gefahren im Telekommunikationsbereich hin und nannte präventive Tipps, die man vor dem Kauf eines Handys beachten muss (Vertragshandy erst ab 18 Jahren, Prepaid-Handy, Sperrung von 0180-, 0137-, 0900- Nummern).
Abschließend wurde auf die Gefahren beim „Homebanking“, der „Ebay“- Benutzung und dem Chatten hingewiesen.
Wir danken Herrn Tettenhammer für diesen sehr informativen Vortrag.
|